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Der USC Münster II empfängt am Nikolaustag die Giants des TV Gladbeck. Ausgetragen wird der Vergleich um 16 Uhr in der Sporthalle Berg Fidel im Schatten des Preußen-Stadions. Gegen den USC taten sich die Blauhemden aus Gladbeck häufig sehr schwer. In der vergangenen Saison etwa verloren die Giants in Münster in einem spektakulären Kampfspiel mit 2:3 (27:29, 26:24, 20:25, 25:21, 21:23).
Aktuell allerdings finden die Münsteranerinnen nicht so
recht in die Spur. Am vergangenen Spieltag etwa unterlag die
Zweitvertretung des USC ihr Meisterschaftsspiel bei den Skurios
Volleys Borken. 17:25, 23:25 und 24:26 lauteten aus Sicht des USC
II die Satzergebnisse. Nach der Partie gestand Münsters
Trainer Christian Wolf: "Ich bin ein bisschen enttäuscht.
Eigentlich sind wir alle ein bisschen enttäuscht. Borken ist
ein Team, das wir hätten schlagen können."
Doch der USC Münster II fand vor vergleichsweise
großer und lautstarker Kulisse nie zu seinem Rhythmus. Vor
allem die Annahme kränkelte - darauf wird Uwe Wallenhorst, der
Trainer der Giants, seine Mannschaft natürlich aufmerksam
gemacht haben. Sein Trainerkollege Wolf reagierte in Borken und
stellte um: Sein Handeln blieb jedoch erfolglos. Wolf kommentierte
nach der Begegnung: "Der Sieg Borkens geht in Ordnung. Unsere
Fehlerserien waren einfach zu lang. Wir haben nie wirklich
Stabilität in unser Spiel bekommen."
Zwei Spiele haben die TV Gladbeck Giants vor der Winterpause noch zu absolvieren. Uwe Wallenhorst, der Trainer der Blauhemden, hat dafür ein eindeutiges Ziel formuliert: "Das Ziel bis Weihnachten ist es, sechs Punkte zu holen. In Münster wollen wir mit drei Punkten anfangen."
Das vergangene Wochenende und die Siege über den TSV Rudow Berlin (3:2) und VCO Schwerin (3:0) beflügelte das Team um Kapitänin Katharina Friedrich unter der Woche spürbar. "Das Training lief gut und alle sind sehr euphorisch nach den fünf Punkten", sagt Uwe Wallenhorst.
Doch der Trainer hatte es nicht einfach. Einige seiner Spielerinnen und auch erst selbst wurden von der Grippewelle erwischt. Wallenhorst: "Es konnten nicht alle Mädels trainieren und ich bin auch ausgefallen." Sein Co-Trainer Dieter Theis leitete daher die Übungseinheiten und bereitete die Mannschaft in der Schirrmacher-Halle auf den Gegner aus Münster vor.
Das Trainergespann ist noch unsicher, welche Akteurinnen in der Begegnung zum Einsatz kommen können. Wallenhorst macht aber deutlich: "Wir müssen die Münsteranerinnen sehr ernst nehmen. Ich bin aber optimistisch, dass wir als Sieger vom Feld gehen."
Aus den Reihen der Giants haben vier Spielerinnen quasi ein Heimspiel. Neben Lea Hildebrand und Jil Döhnert kehren bekanntlich auch Katharina Holzgreve und Alisa Kasselmann an ihre alte Wirkungsstätte zurück und haben es von ihrer Haustür bis zur Münsteraner Spielhalle nicht weit. Auf die Frage, ob dieses Quartett besonders motiviert gegen ihren ehemaligen Club zu Werke gehen werde, antwortet Wallenhorst: "Ein Motivationsschub ist das auf alle Fälle. Ich muss da aber ein bisschen die Luft raus nehmen, damit die vier Spielerinnen nicht zu übermotiviert sind."