Volleyball Bundesliga

Wolf sieht Fortschritt

Wolf sieht Fortschritt
Friederike Meyer (li.) und Carmen Heilemann stellen einen Doppelblock nach diesem Gladbecker Angriff (Foto: Peter Leßmann)
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"Letzte Woche war ich enttäuscht. Heute bin ich sehr zufrieden." Christian Wolf sprach am Samstag versöhnliche Worte - obwohl seine USC-Reserve gegen den TV Gladbeck mit 1:3 (23:25, 25:14, 20:25, 18:25) verloren hatte und damit die vierte Niederlage in Reihe hinnehmen musste. Er habe "ganz anderen Volleyball" im Vergleich zur etwas überraschenden 0:3-Niederlage vor Wochenfrist in Borken gesehen, sagte Wolf.

Die Unabhängigen traten einmal mehr verstärkt mit weiteren Jugendkräften (Anna-Lena Elbers, Kristin von Schemm) für die in Südafrika weilenden Beachvolleyballerinnen Cinja Tillmann und Kim Behrens an. Dennoch vermochte die Nachwuchsschmiede das erfahrene Team der Gladbecker zumindest für einen Satz "vorzuführen", wie Wolf sagte. Der Auftakt gelang: Auf 9:5 distanzierte der USC im ersten Satz zunächst die "Giants" um die bundesligaerprobten Ex-Münsteraner Lea Hildebrand, Jil Döhnert, Katharina Holzgrewe und Alisa Kasselmann. Die Gäste egalisierten aber auf 19:19 und gingen in der Folge vor allem dank der überlegenen Netz-Präsenz von Hildebrand mit 24:23 in Führung. Dann sah der USC die Rote Karte, als Lisanne Meis das falsche Wechselschild in der Hand hielt. Münster schenkte Ball und Punkt so letztlich kampflos ab. Zuvor hatten die Gastgeber für eine Zeitverzögerung nach Auszeit bereits Gelb gesehen. "Ich habe einen Fehler gemacht, war zu hektisch", kommentierte Wolf das Malheur.

Im zweiten Satz lief dann endlich alles im Sinne des USC: Wieder zog Münster früh davon (11:5), ehe Gladbecks Trainer Uwe Wallenhorst seine erste Auszeit zog. Seine Ansprache fruchtete jedoch augenscheinlich nicht, denn in der Folge gelang den USC-Damen ein 5:1-Lauf auf 16:6. Den überzeugenden 25:14-Satzerfolg sicherten vor allem die starke Angreiferin Hanna Orthmann und Kapitänin Pia Leweling. Danach, in den letzten beiden Sätzen, ging es abwärts: Die Entscheidung im dritten Durchgang (20:25) war angesichts eines 12:21-Zwischenstandes und einiger Missverständnisse im veränderten USC-Team eindeutiger, als es das Endergebnis suggeriert. Im Match­satz spielten (18:25) Holzgrewe und Co. dann ihre Klasse aus. "Ausbildung und Entwicklung sind wichtig und nicht, dass wir gewinnen", bilanzierte Wolf und zeigte sich zufrieden: "Das war ein Fortschritt innerhalb einer Woche."

Quelle: WN / Jörn Wenge

published on Sunday, December 7, 2014 at 7:51 PM; created by WN / Jörn Wenge, USC Münster e.V.Last modification: 12/8/14, 2:08 PM