Volleyball Bundesliga

Dem Primus lange ebenbürdig

Dem Primus lange ebenbürdig
Im ersten Satz machten die Gastgeberinnen das Spiel - Mit gefährlichen Aufschlägen setzten sie das Urmann-Team derart unter Duck (Foto:Sebastian Schmidt)
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Ohne Antonia Stautz und Nadine Hones mussten die Erfurterinnen die Partie am Samstag angehen, dafür kehrte MariaVölker nach halbjähriger Pause wieder zurück und somit hatte Trainer Heiko Herzberg wenigstens drei Angreiferinnen zur Verfügung. Die machten insgesamt ihre Aufgabe, genauso wie alle anderen Spielerinnen, mehr als gut. Denn der ungeschlagene Gegenüber war mit einem wesentlich stärker und breiter besetzten Elfer-Kader angereist und klarer Favorit. Doch im ersten Satz machten die Gastgeberinnen das Spiel. Mit gefährlichen Aufschlägen setzten sie das Urmann-Team derart unter Duck, dass dieses gar nicht ins Spiel fand. Selbst die Gästeangreiferinnen fanden nicht ins Ziel der 81qm großen Erfurter Spielfeldhälfte. Mit 25:13 holte sich das SWE-Team den ersten Durchgang.

Im zweiten Satz waren die favorisierten Gäste nun auch im Spiel angekommen und lagen leicht vorne (5:8, 9:12). Doch die kämpferisch bärenstarken Thüringerinnen konnten ausgleichen (15:15) und auch als sich Straubing erneut absetzte (16:20) kamen sie zurück (22:22). Dass Larissa Claaßen in diesem Moment die Möglichkeit in Führung zu gehen nicht nutzen konnte, war wohl der kleine Knackpunkt, dass es nicht zum zweiten Satzgewinn und damit zu zumindest einem Punktgewinn reichte. Denn die Gäste holten sich im Schlussspurt den Satz mit 22:25.

Von da an dominierte der Gast und Erfurt musste in den beiden nächsten Sätzen die Überlegenheit des Aufstiegsfavoriten anerkennen. Straubing hatte die Partie jetzt in Griff. Lucia Kaiser und Marta Swiechowska zogen im Wechsel gekonnt die Fäden und Kostorz, Niemczyk & Co. verwandelten ihre Angriffsbälle gekonnt. Allerdings gab sich das SWE Volley-Team erst mit dem letzten Ball geschlagen und selbst ein 0:10-Rückstand im vierten Satz nach einer Aufschlagserie von Lucia Kaiser konnte den Kampfgeist des Außenseiters nicht brechen. 16:25 und 14:25 hieß es in den beiden Sätzen nach der 10-Minuten-Pause und letztendlich bekamen beide Mannschaften Standing Ovations - Straubing für einen verdienten Sieg und die Verlierer für ein engagiertes, gutes Spiel.

Am kommenden Wochenende reisen die Erfurterinnen nach Stuttgart zum MTV. Dieser sitzt den Blumenstädterinnen mit zwei Punkten Rückstand im Nacken und hat gerade einen Auswärtsdreier in Grimma perfekt gemacht.

 

SWE Volley-Team: Leonhardt, Claaßen, Völker, Herz, Hetmann, Breitsprecher, Franke (L); BelitzMVP: Herz (Erfurt) - Niemczyk (Straubing)

Stephan Siegl

published on Monday, January 12, 2015 at 4:17 PM; created by SWE Volley-Team e.V.Last modification: 1/13/15, 9:42 AM