Volleyball Bundesliga

Grimmaerinnen begeistern ihre treuen Fans

Grimmaerinnen begeistern ihre treuen Fans
Eine tolle Teamleistung sicherte den ersten Heimsieg 2015. Foto: VV Grimma
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Sieg gegen Offenburg in Zahlen: 2 Stunden Spielzeit - 3 Punkte - 4 Sätze - Platz 5

Der angestrebte Heimsieg gegen den VC Offenburg ist den Volleyballerinnen des VV Grimma gelungen. Mit dem 3:1 bauten sie ihr Punktekonto in der 2. Bundesliga Süd auf 30 Zähler aus, liegen aber, da der Viertplatzierte SV Lohhof 3:0 siegte, weiterhin sieben Punkte dahinter. Da die Verfolger VCO Dresden, SWE Volley Team Erfurt und Allianz MTV Stuttgart II verloren, festigten Stöckmann und Co. Platz fünf. 
300 Zuschauer sahen ein Spiel, in dem fast alle Facetten des Damenvolleyballs zum Vorschein kamen. Gelungene Aktionen waren zu sehen, lange Ballwechsel begeisterten die Zuschauer. Beide Mannschaften bescherten jedoch mit leichten Fehler dem Gegner Zähler. Das alles trug dazu bei, dass dieses Spiel trotz der nur vier Sätze fast zwei Stunden dauerte. 
Offenburgs Ersatz-Trainer Florian Scheuer - er vertrat seine Frau, die am Lehrgang zur Erlangung der A-Lizenz teilnahm - brachte es auf den Punkt: "Es gab spektakuläre Aktionen zu sehen. Das Spiel blieb lange offen, weil beide Mannschaften sich nur selten entscheidend absetzen konnten. Grimma agierte leider in den Satzschluss-Phasen abgezockter und hatte leichte Vorteile in den Aufschlägen." Der Grimmaer Cheftrainer Darko Despotovice meinte: "Satz zwei hätten wir auch gewinnen können." Da dem nicht so war, sahen die Zuschauer für ihr Eintrittsgeld vier Durchgänge. 
Im ersten setzte sich der VVG auf 11:6 ab, der VCO holte danach auf. Als Jeane Mae Horton mit ihren 1,80 Meter den ersten Schmetterschlag ansetzte, ging ein Raunen durch Halle. Aufgrund ihrer extremen Sprungkraft (absolute Sprunghöhe 90 Zentimeter) konnte sie sich, als sie auf 8:12 verkürzte, die freie Stelle im VVG-Feld aussuchen. Bei 12:12 und 14:14 war noch nicht abzusehen, wohin die Reise geht. Beim 15:17-Rückstand waren die Gäste noch nicht abgeschüttelt. Als Anika Boin mit Urgewalten zum 24:15 schmetterte, waren die Fronten längst geklärt. Sekunden danach war mit dem 25:17 der Grundstein für den späteren Sieg gelegt. 
Nach dem sah es aber im zweiten Satz nicht aus. In dem nahm das Spiel an Fahrt auf, führte Offenburg 7:2, später 13:8. Beim 20:20 bescherte ein Netzrolleraufschlag den Gästen die 21:20-Führung, ein VVG-Fehlaufschlag später das 23:21. Beim 24:21 wurden zwei Satzbälle abgewehrt, Offenburg siegte aber dennoch mit 25:23. 
Im Set drei kam Grimma zu einem kuriosen Punkt. Bei der Führung von 8:7 wehrte eine VCO-Spielerin den Ball hoch ab. Der wäre nicht an die Decke gegangen, touchierte aber ein herunterhängendes Drahtseil - Grimma führte 9:7. Beim 14:14 war wieder alles offen. Im weiteren Verlauf ließ die Konzentration der Gäste nach, die tags zuvor schon 3:0 beim VCO Dresden gewonnen hatten. Vor allem mit Kanonier Boin (am Ende 22 Punkte) setzte sich der VVG ab, führte 24:19, dann nur noch 24:22, bevor ein VCO-Fehlaufschlag den 25:22-Satzerfolg bescherte - ein Punkt war sicher.
Im vierten Durchgang stemmten sich Offenburgs Damen mit aller Macht gegen die Niederlage. Beim 17:17 waren sie noch gleichauf. Die lange auf ihren Einsatz wartende Susanne Besa steuerte im Endspurt drei VVG-Punkte im Gange zur Ergebniserhöhung bei. Kapitän Stöckmann packte mit dem Punkt zum 25:20 den 3:1-Sieg, den elften der Saison, in trockene Tücher.

published on Tuesday, February 24, 2015 at 9:10 AM; created by Wilko Finke (LVZ), Volleyballverein Grimma e.V.Last modification: 2/24/15, 11:38 AM