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Sieg gegen Offenburg in Zahlen: 2 Stunden Spielzeit - 3 Punkte - 4 Sätze - Platz 5
Der angestrebte Heimsieg gegen den VC Offenburg ist den
Volleyballerinnen des VV Grimma gelungen. Mit dem 3:1 bauten sie
ihr Punktekonto in der 2. Bundesliga Süd auf 30 Zähler
aus, liegen aber, da der Viertplatzierte SV Lohhof 3:0 siegte,
weiterhin sieben Punkte dahinter. Da die Verfolger VCO Dresden, SWE
Volley Team Erfurt und Allianz MTV Stuttgart II verloren, festigten
Stöckmann und Co. Platz fünf.
300 Zuschauer sahen ein Spiel, in dem fast alle Facetten des
Damenvolleyballs zum Vorschein kamen. Gelungene Aktionen waren zu
sehen, lange Ballwechsel begeisterten die Zuschauer. Beide
Mannschaften bescherten jedoch mit leichten Fehler dem Gegner
Zähler. Das alles trug dazu bei, dass dieses Spiel trotz der
nur vier Sätze fast zwei Stunden dauerte.
Offenburgs Ersatz-Trainer Florian Scheuer - er vertrat seine
Frau, die am Lehrgang zur Erlangung der A-Lizenz teilnahm - brachte
es auf den Punkt: "Es gab spektakuläre Aktionen zu sehen. Das
Spiel blieb lange offen, weil beide Mannschaften sich nur selten
entscheidend absetzen konnten. Grimma agierte leider in den
Satzschluss-Phasen abgezockter und hatte leichte Vorteile in den
Aufschlägen." Der Grimmaer Cheftrainer Darko Despotovice
meinte: "Satz zwei hätten wir auch gewinnen können." Da
dem nicht so war, sahen die Zuschauer für ihr Eintrittsgeld
vier Durchgänge.
Im ersten setzte sich der VVG auf 11:6 ab, der VCO holte
danach auf. Als Jeane Mae Horton mit ihren 1,80 Meter den ersten
Schmetterschlag ansetzte, ging ein Raunen durch Halle. Aufgrund
ihrer extremen Sprungkraft (absolute Sprunghöhe 90 Zentimeter)
konnte sie sich, als sie auf 8:12 verkürzte, die freie Stelle
im VVG-Feld aussuchen. Bei 12:12 und 14:14 war noch nicht
abzusehen, wohin die Reise geht. Beim 15:17-Rückstand waren
die Gäste noch nicht abgeschüttelt. Als Anika Boin mit
Urgewalten zum 24:15 schmetterte, waren die Fronten längst
geklärt. Sekunden danach war mit dem 25:17 der Grundstein
für den späteren Sieg gelegt.
Nach dem sah es aber im zweiten Satz nicht aus. In dem nahm
das Spiel an Fahrt auf, führte Offenburg 7:2, später
13:8. Beim 20:20 bescherte ein Netzrolleraufschlag den Gästen
die 21:20-Führung, ein VVG-Fehlaufschlag später das
23:21. Beim 24:21 wurden zwei Satzbälle abgewehrt, Offenburg
siegte aber dennoch mit 25:23.
Im Set drei kam Grimma zu einem kuriosen Punkt. Bei der
Führung von 8:7 wehrte eine VCO-Spielerin den Ball hoch ab.
Der wäre nicht an die Decke gegangen, touchierte aber ein
herunterhängendes Drahtseil - Grimma führte 9:7. Beim
14:14 war wieder alles offen. Im weiteren Verlauf ließ die
Konzentration der Gäste nach, die tags zuvor schon 3:0 beim
VCO Dresden gewonnen hatten. Vor allem mit Kanonier Boin (am Ende
22 Punkte) setzte sich der VVG ab, führte 24:19, dann nur noch
24:22, bevor ein VCO-Fehlaufschlag den 25:22-Satzerfolg bescherte -
ein Punkt war sicher.
Im vierten Durchgang stemmten sich Offenburgs Damen mit aller
Macht gegen die Niederlage. Beim 17:17 waren sie noch gleichauf.
Die lange auf ihren Einsatz wartende Susanne Besa steuerte im
Endspurt drei VVG-Punkte im Gange zur Ergebniserhöhung bei.
Kapitän Stöckmann packte mit dem Punkt zum 25:20 den
3:1-Sieg, den elften der Saison, in trockene Tücher.