Photo: TVA Hürth Volleyball
Das Motto für das Spiel gegen den letztjährigen Vizemeister VC Bitterfeld-Wolfen wurde von Zuspieler Mats Gerhard bei jeder Gelegenheit mantraartig wiederholt: "Wir haben hier absolut nichts zu verlieren!". Doch zunächst legten die dezimierten Hürther, die an diesem Wochenende ohne Oliver Staab, Christian Bretthauer, Basti Schnorr und Nicolas Wessely antreten mussten, einen klassischen Fehlstart hin. Man startete mit einem 0:4-Lauf denkbar schlecht in die Partie und zwang Coach Akdogan damit direkt zur ersten Auszeit. Nachdem sich das Team nochmals vergewissert hatte, dass man ab jetzt wirklich nichts mehr zu verlieren hatte, sollte sich der Satz jedoch schnell drehen.
Angeführt von einem bärenstarken Daniel Wernitz, der an diesem Samstagabend fast nach Belieben punktete, kämpften sich die Hürther mit konstant hohem Aufschlagdruck und stabilem Sideout zurück in die Partie und gewannen Durchgang Eins in der Verlängerung. (28:26).
Während der Annahmeriegel um den gewohnt starken
Libero Kai Derpa kaum in Verlegenheit zu bringen war, passierten
den Gästen aus Bitterfeld immer wieder einfache Fehler in der
Annahme, wodurch die Liganeulinge aus Hürth ihre Stärke
im Block ausspielen konnten und den Satz überraschend deutlich
mit 25:19 nach Hause brachten.
Im dritten Satz stellten die Bitterfelder jedoch
personell um, was sich für die Gäste auszahlen sollte.
Die Annahme und die Block- / Feldabwehr standen stabiler und der
Satz ging verdient mit 25:23 an Bitterfeld.
Im vierten Durchgang klappte bei den Lachsen aus
Hürth zu Beginn jedoch in allen Mannschaftsteilen so gut wie
alles. Die Gastgeber konnten sich dadurch zwischenzeitlich eine
komfortable 16:8 Führung erspielen, die am Schluss zu einem
ungefährdetem 25:21 Satzgewinn und dem damit verbundenen,
lange ersehnten ersten Heim-Dreier der Saison reichte.