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Diese positive Nachricht muss zuerst genannt werden: Der VC Bitterfeld-Wolfen hat das zweite Spiel in Folge gewonnen. So einhundertprozentig zufrieden kann der Vizemeister der Vorsaison damit aber nicht sein, denn es gibt auch noch eine negative Nachricht zum Spiel beim USC Braunschweig: Der VC Bitterfeld-Wolfen hat erneut einen Punkt liegen lassen. "Das war nicht ganz einfach", sagte Darko Despotovic, "wir haben drei gute und zwei schlechte Sätze gespielt."
Vor allem mit dem ersten Satz seiner Mannschaft war der Trainer des Volleyball-Zweitligisten mehr als zufrieden: "Das war ein Sahnestück, wir haben wie ein Schweizer Uhrwerk gespielt", sagte er. Auch wenn der Ausgang des Satzes mit 25:23 sehr knapp erscheint, so hatte das über lange Strecken ganz anders ausgesehen: Der VC dominierte den Durchgang und sollte erst hinten raus noch ein paar Punkte liegen lassen.
Und offenbar tat das dem Spiel des VC nicht sonderlich gut. Denn auf den starken ersten Satz folgten die beiden eingangs einwähnten zwei schlechten Sätze. Völlig chancenlos war das Team von Darko Despotovic im zweiten Abschnitt, der mit 16:25 deutlich verloren ging. Und auch nach der zehnminütigen Pause lief es nur unwesentlich besser: Mit 21:25 musste sich der VC abermals geschlagen geben. "In den beiden Sätzen sind wir völlig eingebrochen", sagte Darko Despotovic, "aber wir sind wieder zurückgekommen."
Die Reaktion, die seine Mannschaft im vierten Satz zeigte, begeisterte den Trainer. Mit Leidenschaft, Präsenz und Einsatz kämpfte sich der VC Bitterfeld-Wolfen zurück in die Partie und holte sich den vierten Satz deutlich mit 25:17. Nicht alle Spieler hatten in den ersten drei Sätzen ihre Bestleistungen bringen können oder benötigten eine Pause. Mit der tiefen Reservebank sollte das aber kein Problem sein, Darko Despotovic konnte mit neuen Spielern für frischen Wind bei seiner Mannschaft und damit für die Wende im Spiel sorgen.
Vor allem die kämpferische Leistung der Spieler, die sich gegen die drohende Niederlage stemmten, machte den Umschwung auf Seiten des VC möglich. "Die Verschnaufpausen waren wichtig", so Despotovic. Die Tiefe der Bank und die individuelle Qualität aller Spieler sollten den Unterschied ausmachen. Denn auch im Tiebreak, der die Entscheidung bringen sollte, ließen die Spieler von Darko Despotovic nichts anbrennen. Mit dem ersten Ballwechsel in diesem fünften Satz machten sie deutlich, dass sie sich den Sieg nicht mehr nehmen lassen wollten. "Da haben wir nicht mehr viel anbrennen lassen", so der Trainer, der sich also über einen 3:2-Sieg freuen konnte.
Somit hat der VC Bitterfeld-Wolfen in drei Spielen unter seiner Regie bislang sechs von neun möglichen Punkten geholt. Am Doppelspieltag wäre sicherlich mehr drin gewesend und in Braunschweig sollte der VC Bitterfeld-Wolfen unter normalen Umständen die vollen drei Punkte einfahren. "Es sind aber noch nicht alle auf dem Niveau, auf dem sie eigentlich spielen können", sagt Darko Despotovic, "aber dieses Spiel hat die Mannschaft mental vorangebracht."
Wer weiß, ob das Team vor drei Wochen einen 1:2-Rückstand noch hätte umbiegen können. Diesmal ist ihm das mit einer großen Moral gelungen. Ob das der alleinige Verdienst von Darko Despotovic ist, kann man schwer sagen. Den Spielern fehlte das nötige Selbstbewusstsein. Und das wächst bekanntlich mit Erfolgserlebnissen.